"Von Jugend an wollte Bellerophon, ein Königssohn von Korinth, den geflügelten Pegasos reiten, der am Himmel und auf dem Land umherstürmte und niemand an sich herankommen ließ.
Auf den Rat eines Sehers hin legte sich der Held nachts am Altar der Athene zum Schlafen nieder. Die Göttin erschien ihm im Traum und gab ihm ein goldenes Zaumzeug, das er am Morgen noch in den Händen hielt. Damit ging er zur heiligen Quelle Peirene bei Korinth, wo sich das Pferd oft aufhielt. Es ließ sich ruhig den Zaum anlegen und gehorchte von da an seinem Reiter.
Nachdem Bellerophon viele Abenteuer bestanden hatte, wollte er den Göttern gleich werden. Er ritt auf dem Pegasos höher und höher, um zum Olymp zu gelangen. Doch Zeus schleuderte den Übermütigen mit einem Blitz zurück." (Pindar, Isthmien 7)