12. Wettbewerb Lebendige Antike 2011

Lebendige Antike - Schülerwettbewerb für Berlin und Brandenburg.
Die Aufgaben für die 12. Runde (pdf) wurde im September 2010 bekannt gegeben.

Wir arbeiten an einem Wettbewerbsbeitrag 2011!

Alle Ergebnisse des 11. Wettbewerbs auf einen Blick (pdf)

Sehr zu empfehlen ist für Kandidaten mit exzellenten Lateinkenntnissen eine Teilnahme beim:
Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Internationale Lateinwettbewerbe:
Certamen Ciceronianum Arpinas
Certamen Horatianum
Auseinandersetzung mit der Antike
in Schülerwettbewerben. Ein Vergleich von verschiedenen Länderprojekten

Vortrag beim DAV-Kongress 2000 in Marburg


Von Mark Twain erzählt man folgende Anekdote: Als Redakteur einer kleinen Zeitung fehlte ihm einmal ein Artikel, und er wusste nicht, wie er die Seite füllen sollte. Da nahm er den Leitartikel vom Tag zuvor, setzte ihn in die Seite und schrieb darunter: "Auf vielfachen Wunsch unserer geschätzten Leser bringen wir heute diesen Artikel noch einmal zum Abdruck."

Ob die Wettbewerbsmacher in den einzelnen Bundesländern sich wie der gewitzte Mark Twain verhalten und ihre "Glanzstücke aus dem Unterricht" ein weiteres Mal verkaufen - oder ob sie ganz anders verfahren, ist hier zu fragen. Schülerwettbewerbe sind "eine Form der Öffentlichkeitsarbeit" (Klaus Sallmann) - da lohnt es schon, diese Wettbewerbe näher zu betrachten. Es setzen sich ja nicht nur die Teilnehmer von Schülerwettbewerben der Kritik aus, auch die Veranstalter tun das regelmäßig: Signale dafür sind der Grad der Beteiligung oder Nichtbeteiligung!

Das Thema "Auseinandersetzung mit der Antike in Schülerwettbewerben - Ein Vergleich von verschiedenen Länderprojekten" gehe ich in der Weise an, dass ich ein Dutzend Schülerwettbewerbe mit ihren zum Teil gegenläufigen Zielsetzungen und Vorgehensweisen vorstelle. Die ersten Wettbewerbe haben als Gründungen der frühen achtziger Jahre quasi die Volljährigkeit erreicht (oder tun dies demnächst), es sind Veranstaltungen mit sehr ausgereiften und bewährten Strukturen darunter, was nicht heißt, dass Ergänzungen und Aktualisierungen unnötig seien.

Zuvor möchte ich den schulischen Kontext und die Konkurrenz betrachten. Zur Zeit werden die Schulen von einer Woge neuer Wettbewerbsankündigungen erreicht: aufwendige Studien (TIMMS, PISA) messen und vergleichen die Leistungsfähigkeit in einzelnen Fächern, Schulprogramme und geschärfte Schulprofile sollen neuen Schwung bringen und eine bislang unbekannte Konkurrenz zwischen den Schulen, den Bundesländern und Ländern soll das Unterrichtsgeschäft beleben.

Offensichtlich wird immer dann nach dem Wettbewerb gerufen, wenn etwas im Argen liegt, wenn jemand nur einseitig ausgelastet oder unterfordert ist oder wenn man besondere Spitzenleistungen provozieren möchte.

Ein berühmter Wettbewerb steht am Anfang des Eisenbahnzeitalters. Die 50 km lange Strecke zwischen Liverpool und Manchester wollte man mit 21 ortsfesten Dampfmaschinen betreiben. Der rettende Gedanke, mit dem solcher Unsinn verhütet werden konnte, kam George Stephenson: Er plädierte dafür, ein Preisausschreiben anzusetzen. 500 Pfund wurden demjenigen versprochen, der eine leistungsfähige Lokomotive vorstellen konnte. Es gab fünf Bewerber, im Oktober 1829 fand das Rennen statt, den Sieger kennen Sie. Nicht uninteressant ist, dass ein Bewerber beim Mogeln erwischt wurde, er hatte in seiner "Lokomotive" ein Pferd versteckt.

Zu einem Wettbewerb gehört also (neben einem klugen Veranstalter und großzügigen Geldgebern) eine intellektuelle Herausforderung, eine kreative Problembewältigung und das Herausfinden der besten Lösung durch Vergleich. Mogelei entlarft sich meist selbst.

In den vergangenen Monaten habe ich darauf geachtet, zu welchen Wettbewerben Schülerinnen und Schüler an meiner Schule aufgerufen werden. Ich war perplex von der kaum mehr überschaubaren Zahl von Wettbewerben, die es mittlerweile gibt. Ich beschränke mich auf fünf namhafte Wettbewerbe:

> An erster Stelle zu nennen ist sicherlich "jugend forscht" (Stiftung Jugend forscht e.V., Baumwall 5, 20459 Hamburg, www.jugend-forscht.de), gegründet 1965 vom Stern-Herausgeber Henri Nannen in Hamburg, erweitert 1969 um die Juniorensparte "Schüler experimentieren" für die 8-15Jährigen, das Fachgebiet "Arbeitswelt" als neue Chance für Auszubildende tritt 1975 hinzu, 1990 kommt der Internationale Wettbewerb "Europas Jugend forscht für die Umwelt". 1998 gibt es mit 6431 Teilnehmern einen neuen Rekord.

> Nicht weniger bekannt, wohl organisiert und hochdotiert (im Jahr 1999 gab es ein Preisvolumen von über 500.000 DM, 4934 Teilnehmer produzierten 1151 Wettbewerbsbeiträge) ist der von der Körber-Stiftung (Körber-Stiftung, Kurt-A.-Körber-Chaussee 10, 21033 Hamburg, www.geschichtswettbewerb.de) seit 25 Jahren betreute Schülerwettbewerb "Deutsche Geschichte" um den Preis des Bundespräsidenten.

> Zum 41. Mal fand 1999 der bundesweite Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels statt. Jährlich nehmen daran etwa 500.000 Schüler aus 7000 Schulen teil. (Berliner Zeitung 16.2.2000,27)

> Zum vierten Mal schrieb die Firma Siemens 1999 den Schülerwettbewerb "Join Multimedia" aus, bei dem ein Team von 4 bis 8 Mitgliedern zu einem von fünf vorgegebenen Themen eine Multimedia-Präsentation erstellen sollen (Unterlagen und weitere Informationen erhältlich unter: www.siemens.de/Joinmm/anmeld2000.html).

> Das bundesweite Schülermagazin Chance (Unicum Verlag, Willy-Brandt-Platz 5-7, 44787 Bochum) schreibt erneut einen Wettbewerb "Schule des Jahres" aus (www.chance.de).

Diese Liste könnte seitenweise fortgesetzt werden. Weitere Wettbewerbe findet man im SchulWeb und auf der Site des Deutschen Bildungs-Servers unter der Rubrik Wettbewerbe (www.dbs.schule.de/wettbew.html) sowie bei Kultus- und Bildungsministerien, für Berlin etwa unter www.lsa-berlin.de/std/wb_liste.htm sowie www.lsa-berlin.de/std/wb_wbg.htm .

Was folgt daraus?

(1) Zu all diesen Wettbewerben stehen die Wettbewerbe in den Alten Sprachen (von denen gleich die Rede ist) in Konkurrenz und diese ist unvergleichlich größer als vor zehn Jahren, sie ist nicht unattraktiv.
(2) Die Veranstalter haben ein Interesse an den Ideen Jugendlicher, sie suchen nach jugendlichen Lösungsansätzen, nutzen die Originalität dieser Altersgruppe und profitieren vom Image der jugendlichen Klientel. Wettbewerbe dienen nicht zuletzt der Rekrutierung begabter junger Leute.
(3) Die großen Veranstalter haben Sponsoren und namhaften Mitveranstalter gewonnen, die dem Wettbewerb zusätzliche Attraktivität und Finanzkraft verleihen.
(4) Bei sehr vielen Themen geht es weniger um unterrichtliche Fragestellungen im engen Sinn, der Aufforderungscharakter ist deshalb größer als im üblichen Unterricht. Dabei werden die neuen Medien (Video, Internet) intensiv eingebunden.
(5) Die Veranstalter wollen (man sollte diese Intention jedenfalls nicht ausschließen) mit speziellen Themen und Anforderungen Lücken im schulischen Bildungsangebot schließen und werbewirksame Initiativen starten. Der Trend geht zu länderübergreifenden, internationalen Wettbewerben.
(6) Große Firmen und politische Institutionen lassen sich als Sponsoren bei Themen wie Europa, neue Medien, bei speziellen Jugendproblemen und bei länderübergreifenden Aktivitäten einbinden.

Nun zum eigentlichen Thema, den Wettbewerben in den Alten Sprachen.
Seit wann es sie gibt, konnte ich nicht eruieren . Friedrich Kuntz, mit dessen Namen das Certamen Rheno-Palatinum aufs engste verbunden ist, verweist in einer Broschüre zum Rheinland-Pfälzischen Wettbewerb auf eine Vorgänger-Institution hin, den "Allgemeinen Schülerwettbewerb der Höheren Schulen", der in den Jahren 1947 bis 1951 in der Französischen Besatzungszone (also in den Ländern Süd-Baden, Süd-Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz) nach französischem Vorbild durchgeführt worden ist. In Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch und Mathematik wurden jährlich die beiden Besten in Unterprima und Oberprima ausgezeichnet. Für Latein und Griechisch bestand die Aufgabe damals schlicht in der Übersetzung eines Textes von 180-200 Worten.

DAV-Landesverband/
Bundesland/Land:
Schülerwettbewerb / Jahr des ersten Wettbewerbs:
Kontaktadresse:

Deutschland
Bundeswettbewerb Fremdsprachen (1979)
Gruppenwettbewerb Klassen 7-10
Einzelwettbewerb Klassen 9 und 10
Mehrsprachenwettbewerb Jahrgangsstufen 11 bis 13
Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Postfach 20 02 01, 53132 Bonn
Tel. 0228-95915-30; Fax. 0228-95915-19;
e-mail: bwfs@compuserve.com
Internet: http://www.bubev.de

Italien
Certamen Ciceronianum Arpinas
(1980)
Rainald Hagen Schneider, Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, Johannisberg 20, 42103 Wuppertal, Tel. 0202-563 22 85; Fax. 0202-44 92 39
Internet: www.telinform.com/tulliano

Rheinland-Pfalz
Certamen Rheno-Palatinum (1982)
Dr. Peter Dams, Mainzer Straße 21, 56154 Boppard, P-Dams@t-online.de

Baden-Württemberg
Alte Sprachen (1982)
Stiftung "Humanismus heute" des Landes Baden-Württemberg,
Franziskanerstraße 9, 79098 Freiburg, Tel. 0761-39695

Niedersachsen
mit Bremen
Alte Sprachen (1983)
Rerum Antiquarum Certamen
Dr. Walter Jarecki,
Rosenweg 20, 27283 Verden (Aller)
Volker Lütjens, Max-Planck-Straße 39, 28357 Bremen

Nordrhein-Westfalen
Certamen Carolinum (1984)
Alte Sprachen - Antike Kultur
Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen, Augustinerbach 7, 52062 Aachen,
Tel. 0241-949639, Fax. 0241-9496322
Manfred Stoffels, Nellessenweg 73, 41238 Mönchengladbach 2

Bayern
Alte Sprachen (1988)
Elisabeth-J.-Saal-Stiftung, Leopoldstraße 28a, 80802 München
Dr. Helmuth Hroß, Kardinal-Schröffer-Straße 46, 85072 Eichstätt
Dieter Friedel, Albrecht-Dürer-Straße 10, 83026 Rosenheim

Berlin-Brandenburg
Lebendige Antike (1989)
Dr. Josef Rabl,
Kühler Weg 6a, 14055 Berlin
Josef.Rabl@t-online.de

Schleswig-Holstein
Certamen Cimbricum (1989)
Christiane Freitag, Matthias-Claudius-Straße 107, 25813 Husum
freitag.christiane@t-online.de

Thüringen
Certamen Thuringiae(1994)
Dr. Christoph Köhler, Waltershäuser Straße 17, 99867 Gotha

Sachsen-Anhalt
Certamen Franckianum (1996)
Stephan Mies, Latina August Hermann Francke, Landesgymnasium, Frankeplatz 1, Haus 42, 06110 Halle

Hessen
Alte Sprachen (1996)
Thomas Kaiser, Bergstraße 25, 63073 Offenbach
t.a.kaiser@t-online.de

Mecklenburg-Vorpommern
Certamen Balticum (1998)
Leif Berling, Blumenstraße 25, 18258 Rukieten
Leif.Berling@t-online.de


Weitere Wettbewerbe:

Baden-Württemberg
Schultheater-Wettbewerb um den Gerhard-Storz-Preis (1981)
Stiftung "Humanismus heute" des Landes Baden-Württemberg,
Franziskanerstraße 9, 79098 Freiburg, Tel. 0761-39695

Baden-Württemberg
Preisausschreiben für Lehrer (1983/1987)
Stiftung "Humanismus heute" des Landes Baden-Württemberg,
Franziskanerstraße 9, 79098 Freiburg, Tel. 0761-39695

Rheinland-Pfalz
Griechenland-Olympiade
Aus der Welt der Griechen (1988)
Dr. Hans Werner Schmidt, Gymnasium am Ostring/Bochum

Bayern
Certamen Bavaricum
Dieter Friedel, Albrecht-Dürer-Straße 10,
83026 Rosenheim

Bayern
Plakatwettbewerb
Latein braucht Nachwuchs (1997)
Griechisch braucht Nachwuchs (1998)
Dieter Friedel, Albrecht-Dürer-Straße 10,
83026 Rosenheim

Bayern
"Lebendige Antike"
AG zur Förderung humanistischer Bildung in Bayern
Dr. Hermann Lind, Stirnerstraße 64, 90425 Nürnberg
Tel./Fax. 0911-359 711
(Vgl. DASIU 3/1999,7f)

Seit 1980 sprießen die altsprachlichen Wettbewerbe, in Rheinland-Pfalz (1982), Baden-Württemberg (1982), Niedersachsen (1983) und Nordrhein-Westfalen (1984). Klaus Sallmann schrieb 1987: "Noch sind sie nicht "flächendeckend", die Schülerwettbewerbe in den Alten Sprachen; aber wenn, wie zu erwarten ist, im kommenden Jahr auch Bayern ausschreibt und Hessen seine bereits angekündigte Ausschreibung durchführt, fehlt nicht mehr viel (Schleswig-Holstein, Saarland, die Hansestädte und Berlin)." Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein sind denn auch 1988/89 dazugekommen, Hessen erst 1996. Die ersten Wettbewerbe in den neuen Bundesländern sind nun ebenfalls Geschichte, Brandenburg startete (verbunden mit Berlin) 1991, Thüringen 1994, Sachsen-Anhalt 1996, Mecklenburg-Vorpommern 1998.

In kluger Vorausschau meinte Klaus Sallmann damals: "An sich ist es kein Nachteil, wenn jedes Bundesland sein eigenes Konzept hat und mit Erfolg anwendet. Aber im Hinblick auf die anfangs projizierte "Flächendeckung" ist zu überlegen, ob nicht doch bestimmte Konstanten einzuführen wären, die einerseits eine Vergleichbarkeit der Wettbewerbe ermöglichen, andererseits sogar eine Fortsetzung "nach oben" nahe legen.... Das geht aber nur bei einem grundsätzlich ähnlichen Standard der Landeswettbewerbe." Eine solche Standardisierung und Vergleichbarkeit ist bislang nicht durchgängig gelungen, wohl auch nicht angestrebt worden, denn die Bedingungen (z.B. Zuspruch zu den Sprachenfolgen, Schülerzahlen, Unterrichtsbelastung und Altersstruktur der Lehrer, organisatorische Unterstützung durch Stiftungen, Universitäten, Ministerien usw.) und Bedürfnisse differieren in den Bundesländern beträchtlich. Die Wettbewerbe unterscheiden sich nicht nur in ihrem jeweiligen Turnus (einjährig, zweijährig, vierjährig), sondern auch in ihren Zielen und ihren Adressaten.

Preise bei Schülerwettbewerben
Baden-Württemberg
Alte Sprachen, 1982
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Geldpreise

Bayern
Alte Sprachen, 1988
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Geldpreise

Berlin-Brandenburg
Lebendige Antike, 1989
Geldpreise, Buchpreise, Sachpreise

Hessen
Alte Sprachen, 1996
Geldpreise, Buchpreise, Sachpreise

Mecklenburg-Vorpommern
Certamen Balticum, 1998
Geldpreise, Buchpreise, Sachpreise

Niedersachsen
Alte Sprachen, 1983
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise

Nordrhein-Westfalen
Certamen Carolinum, 1984
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Geldpreise, Reisezuschüsse

Rheinland-Pfalz
Certamen Rheno-Palatinum, 1982
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Geldpreise, Reisezuschüsse

Sachsen-Anhalt
Certamen Franckianum, 1996
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Geldpreise, Reisezuschüsse

Schleswig-Holstein
Certamen Cimbricum, 1989
Buchpreise, Geldpreise, Reisezuschüsse

Thüringen
Certamen Thuringiae, 1994
Geldpreise, Buchpreise, Sachpreise

Deutschland
Bundeswettbewerb Fremdsprachen, 1979
Stipendien der Studienstiftung des Dt. Volkes, Buchpreise, Sach- und Geldpreise, Zuschüsse zu Reisen

Der eine Teil der Wettbewerbe in den Alten Sprachen ist an überdurchschnittlichen Leistungen interessiert, an der Pyramiden-Spitze. Hochbegabte Schülerinnen und Schüler sollen in einem aufwendigen Verfahren identifiziert werden. Die Aufgaben (Übersetzungsleistung) liegen denn auch nahe beim Abiturniveau des jeweiligen Landes. Naturgemäß hat diese Wettbewerbsform nur Schülerinnen und Schüler der Oberstufe im Blick, mitunter nur den Jahrgang 12 oder 13. Die absolut Besten erhalten dann zu Recht ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Dies wird so gehandhabt in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Reinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.
Freilich wachsen auch dort die Bäume nicht in den Himmel; dass die Erwartungen nicht in schwindelnde Höhen gehen sollten, hier und dort gar zu reduzieren sind, daran erinnerte Jürgen Blänsdorf schon vor Jahren: "Leider ist seit kurzem in der Klausur wie im Essay ein merklicher Rückgang des Niveaus in der 11. Klassenstufe zu beobachten, der sich wohl durch die Kürzung der Stundenzahlen erklärt. Die Jury (sc. in Rheinland-Pfalz) hat sich dazu durchgerungen, den Bewertungsmaßstab den gegebenen Umständen anzupassen, um nicht die Schüler für die Änderung der Lernsituation zu bestrafen."

Betrachtet man den hier besprochenen (leistungsorientierten) Wettbewerbstyp, so kann man vier Modelle unterscheiden:

Modell 1: Bloßer Übersetzungswettbewerb: Beispiel dafür ist das im italienischen Arpino seit 1979 jährlich stattfindende Certamen Ciceronianum sowie das Certamen Horatianum in Venosa.

Modell 2: Dreifach gegliederter Wettbewerb bei zunehmender Teilnehmerbegrenzung mit der Reihenfolge a) Klausur, b) Hausarbeit, c) Kolloquium. Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz realisieren dieses Konzept.
Modell 3: Dreifach gegliederter Wettbewerb bei zunehmender Teilnehmerbegrenzung mit der Reihenfolge a) Hausarbeit, b) Klausur, c) Kolloquium. Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt orientieren sich daran.

Modell 4: Ein Wettbewerb mit gleichzeitiger Berücksichtigung von zwei Fremdsprachen und mit vierfacher Gliederung bei zunehmender Teilnehmerbegrenzung: a) eine lateinische Aufgabe in mündlicher Form, festgehalten auf Kassette oder Video, b) Klausur, c) Hausarbeit, d) Teilnahme an Diskussionsgruppe. Dieses Modell praktiziert der (länderübergreifende) Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass es dieser Wettbewerbsform trotz aller philologischen Leistungsorientierung nicht darum geht, zukünftige Altphilologen zu "züchten", wie das etwa bei den naturwissenschaftlichen Disziplinen oder in den musischen Fächern nahe liegen mag. So verwundert es nicht, dass etwa Baden-Württemberg seiner Latein- und Griechisch-Preisträger zu einer Seminarwoche einlädt und sie mit fachübergreifenden (z.B. in die Naturwissenschaften reichenden) Fragestellungen und hochkarätigen Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen (z.B. Prof. Gadamer) zusammenbringt.

Mehr als einen Blick wert sind die Themen der Hausarbeiten, zumal sich interessante Unterschiede beobachten lassen. Diese Unterschiede haben in der unterschiedlichen Dauer der Bearbeitungszeit (4 Wochen bis 4 Monate) und im jeweils erwarteten Umfang der Arbeit (10 bis 30 Seiten) ihre Ursachen, aber nicht ausschließlich.

Hausarbeiten in Sachsen-Anhalt: (1997)
1. Die Rede des Alkibiades als ein Beispiel der Demagogie - Interpretieren Sie Thukydides VI 16-18.
2. Xenophons Verteidigungsrede gegen den Vorwurf der Kameradenmisshandlung – Interpretieren Sie Xenophon, Anabasis V 8,23-26, indem Sie die Textstelle kurz in den Gesamtzusammenhang einordnen und sprachlich-stilistisch, inhaltlich und strukturell analysieren.
3. Caesars Charakterisierung des Sabinus: Feigheit oder Vorsicht, Egoismus oder Verantwortungsgefühl" - Interpretieren Sie Caesar, Bellum Gallicum 5,29-30, indem Sie die Textstelle kurz in den Gesamtzusammenhang einordnen und unter Berücksichtigung der sprachlichen Gestaltung ihren Aufbau analysieren. Ziehen Sie vergleichen auch die Ausführungen des Ambiorix in 5,27 hinzu.
4. Bereicherung im Amt - Interpretieren Sie Cicero, de officiis 2,75-77, und nehmen Sie Stellung zu Ciceros Aussagen!
5. Latona und die lykischen Bauern - Interpretieren Sie Ovid, Metamorphosen VI 339-381. Achten Sie dabei auf die sprachliche Gestaltung und den Aufbau des Textes!

In Sachsen-Anhalt wird eine Textstelle im Umfang von zwei-drei Kapiteln vorgelegt, die auf max. 10 Seiten zu analysieren und zu interpretieren ist. Eine einleitende These gibt eine mögliche Richtung an. Das scheint mir eher konventionell zu sein.

Hausarbeiten in Niedersachsen: (1997/1999)
1. Das politische Wirken des Augustus
Tacitus Annales I, Sueton Kaiserbiographien, Monumentum Ancyranum - ein Vergleich
2. Vergleich der Proömien des Catilina und des Jugurtha mit dem Historienproömium des Livius
3. Die Satire in der Antike und in der Gegenwart auf der Basis: Horaz Sat. II 6 und Tucholsky "Die Frage"
4. Antike Stoffe im Musiktheater der Gegenwart, z.B. Hoffmannsthal - Strauß "Elektra"
5. Die Geschichte des Polykrates bei Herodot Hist. I - eine vergleichende Interpretation mit Schiller und Ring des Polykrates
6. Der Begriff "pax" bei Augustin im Vergleich mit modernen Theorien
Aug. Civ. Die 19,11-20; Pontes (Klett) Kap. 18

1. Verantwortung für Natur und Umwelt
Basistexte: Ovid, met. I 89ff. Die vier Weltalter; Seneca, ep. mor. 89; 121
2. Leben im Lärm
Basistexte: Iuvenal III, 190-222, 232ff; Martial XII 57; Seneca ep. mor. 56; Horaz ep. II 72 oder andere
3. "Ars adeo latet arte sua": Kunst vermag zu verbergen, dass ein Kunstwerk nur Kunst ist.
Basistext: Pygmalion, Ovid met. X 243-297
4. Die Vergewaltigung der Lucretia
Basistexte: Livius I 57f; Ovid Fasti 2,721-846
5. Menschliches Verhalten in Extremsituationen
Basistexte: Pliniusbriefe zum Vesuvausbruch, ep. 6,16 und 20

Eine vergleichende Interpretation wird in Niedersachsen bevorzugt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen, zu benennen und herauszuarbeiten, außerdem selbst dabei Stellung zu beziehen, ist sicher eine etwas reizvollere Aufgabe. Vorgesehen sind dazu 4 Wochen Bearbeitungszeit und max. 15 Seiten.

Hausarbeiten Bayern: (Auswahl aus 1996/97 - 1997/98 - 1998/99)
- Latein 1996/97
Der Dichter und die Unsterblichkeit. Ein Vergleich zweier Passagen aus Ovid mit einem deutschsprachigen Gedicht des 20. Jahrhunderts
Griechisch
Das Polyphemabenteuer in der "Odyssee" Homers und im "Kyklops" des Euripides – Ein Vergleich
Latein und Griechisch
Rom in der Niederlage. Ein Vergleich der Darstellung der Schlacht am Trasumener See bei Polybios und Livius

- Latein 1997/98
1. Die Situation der inneren Emigration im "Agricola" des Tacitus und im Werk eines deutschen Schriftstellers des 20. Jahrhunderts
2. Acta diurna. Entwerfen Sie zu einem selbst gewählten Ereignis aus der römischen Geschichte des 1. Jahrhunderts v.Chr. ein zweiseitiges Extrablatt einer lateinischen Zeitung! Erläutern Sie die Prinzipien Ihrer Darstellung und interpretieren Sie die zugrunde gelegten Quellen!
Griechisch
"Achill, das Vieh"" Die Gestalt des Achill in Christa Wolfs "Kassandra" und Homers "Ilias".
Latein und Griechisch
Abschiedsszenen. Ein Vergleich von Homer (II. 6,390-502) und Vergil (Aen. 4,279-396)

- Latein 1998/99
Sprache und Kultur der Römer in Wort und Bild der Gegenwart - Versuch einer Analyse
Kriegsfurcht und Friedenssehnsucht - Vergleichen Sie je ein Gedicht des Horaz und eines römischen Elegikers mit einem lyrischen Text der Gegenwart!
Griechisch
Die Gestalt der Klytaimnestra in Christine Brückners Werk "Wenn du geredet hättest, Desdemona" und im "Agamemnon" des Aischylos
Latein und Griechisch
Gestalten Sie ein Gesellschaftsspiel mit antikem Sujet! Legen Sie den Spielutensilien auch eine Spielbeschreibung bei.

Bei den bayrischen Themen für die schriftliche Hausarbeit ist zunächst festzuhalten, dass es möglich ist, eine Arbeit in Latein und Griechisch zu schreiben, der interkulturelle Vergleich wird damit zur Notwendigkeit. Auch literarische Figuren in Werken zeitgenössischer Autorinnen (z.B. Christa Wolf, Christine Brückner) dienen als Vergleichsgrößen zu solchen in der antiken Literatur.
Zwei jüngere bayerische Vorschläge allerdings (ein Entwurf für "acta diurna" 1997/98 und die Gestaltung eines Gesellschaftsspiels mit antikem Sujet" 1998/99) mögen inmitten der sonst eher klassisch-traditionellen Themen überraschen. Man darf gespannt sein, was auf diesem eher kreativen Sektor in den nächsten Jahren folgt.

Hausarbeiten Certamen Rheno-Palatinum:
Griechisch
11. Wettbewerb 1997, Aufgabe A
ANAGNORISIS
Schreiben Sie die Wiedererkennungsszene aus Homers Odyssee (XXIII 1-343) in einen dramatischen Text um mit möglichst deutlichen Regieanweisungen, so dass die Szene entsprechend ihrer Bedeutung in der Odyssee entweder auf der Bühne inszeniert oder als Hörspiel vertont werden könnte.
11. Wettbewerb 1997, Aufgabe B
MATHEMATIK - ANTIK UND MODERN
Vergleichen Sie den Aufbausatz des geometrischen Handbuches von Euklid mit einem modernen Lehrbuch für Geometrie: Welche Auffassung von Mathematik steht hinter der jeweiligen Konzeption"
12. Wettbewerb 1998, Aufgabe B
ELEKTRA
Vergleichen Sie das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter in den Elektradramen von Sophokles und Hugo von Hofmannsthal. Vergleichen Sie beide Darstellungen mit dem Blick auf die Schwerpunktsetzung beider Autoren.
13. Wettbewerb 1999, Aufgabe A
GLÜCK
Epikur schreibt über das Thema "Glück" einen Brief an seinen Freund Menoikeus. Formulieren Sie einen Antwortbrief, in dem Sie sich aus Ihrer Sicht mit den Aussagen des Philosophen auseinandersetzen! Gehen Sie an Kernstellen von einer Analyse des griechischen Textes aus!
Latein
11. Wettbewerb 1997, Aufgabe B
"FRAU UND KARRIERE"
ÖNONE (OINONE) UND PARIS IM GESPRÄCH - EIN MÖGLICHER BRIEFWECHSEL
1. Interpretieren Sie die Argumentation der Önone in Ovids Heroidenbrief 5.
2. Wie stellt sich der Konflikt zwischen Önone und Paris in unserer heutigen Gesellschaft dar"
3. Verfassen Sie einen Antwortbrief des Paris an ÖNONE (in deutscher Prosa).
12. Wettbewerb 1998, Aufgabe A
DIDO
"Die Tragödie Didos"
Interpretieren Sie das 4. Aeneisbuch unter diesem Gesichtspunkt und entwerfen Sie eine Szenenfolge für Bühne, Film oder Hörspiel und arbeiten Sie eine Kernszene aus.
12. Wettbewerb 1998, Aufgabe B
IUPPITER
Zweimal Juppiter - ein Vergleich. Plautus" AMPHITRUO und Kleists AMPHITRYON
13. Wettbewerb 1999, Aufgabe A
FABELN - EINE "ZEITLOSE" LITERATURGATTUNG
1. Interpretieren Sie die Fabel 1,5 des römischen Dichters Phaedrus.
2. Wählen Sie bis zu drei Fabeln mit einer entsprechenden Thematik aus anderen Geschichtsepochen aus und vergleichen Sie diese mit der Fabel 1,5 des Phaedrus.
3. Erzählen Sie eine selbsterfundene zeitgenössische Fabel zu der vorgegebenen Thematik und begründen Sie Ihre Intentionen im Vergleich zu den Vorgängerfabeln.
13. Wettbewerb 1999, Aufgabe B
POLITISCHE POLEMIK
Beschreiben und diskutieren Sie Methoden politischer Polemik in Ciceros II. Rede gegen Catilina und der Haushaltsdebatte des deutschen Bundestages am 3. September 1998!

Die Wettbewerbsmacher in Rheinland-Pfalz gehen meiner Meinung nach noch einen Schritt weiter. Auch dort geht es zunächst um Vergleich, Analyse und Interpretation. Dann aber werden die Kandidaten z.B. aufgefordert, "einen Antwortbrief zu verfassen", "eine Szenenfolge für Bühne, Film oder Hörspiel zu entwerfen" oder "selbst eine Fabel zu der vorgegebenen Thematik zu erfinden" - also nicht nur philologisch zu sezieren, sondern den Ball aufzunehmen und mit Spielwitz Position zu beziehen. Ich bin sicher, dass bei geeigneter Themenstellung interessante und originelle Produkte herauskommen. - Soviel zu diesem ersten Teil der Wettbewerbe (mit den Ansprüchen der Studienstiftung als Meßlatte und der Oberstufe als ausschließlicher Zielgruppe).

Nun zum anderen Teil, dessen Ziel darin liegt, für alle Schülerinnen und Schüler auf zwangsläufig niedrigerem Niveau und für jede Sprachenfolge (auch die 3. und 4.!) eine Aufgabenstellung anzubieten. Natürlich geht es auch dabei um Leistung, um Anstrengung, Konzentration, Wissen, Phantasie, musische oder technische Fähigkeiten, um Durchhaltevermögen und Freude an der Beschäftigung mit den alten Sprachen und Kulturen.

Stichwort Klausur: Klausuren, also Übersetzungsaufgaben mit Interpretationsanteilen, sind auch Bestandteil der Schülerwettbewerbe in Schleswig-Holstein (in der Oberstufe), Thüringen (in der Oberstufe mit einer anschließenden Hausarbeit) und Mecklenburg-Vorpommern (in der Klassen 9/10 sowie in 11/12 im Anforderungsniveau verschieden).
Keine gesonderte Übersetzungsleistung gibt es in Hessen (dort wurde beim bislang einzigen Wettbewerb 1996 eine Hausarbeit verlangt) und in Berlin-Brandenburg.

Interessanter als zu betonen, was für die Wettbewerbe in diesen Ländern nicht zu machen ist, ist es, zu eruieren, was tatsächlich zu leisten ist. Freilich sind die Bezeichnungen für den jeweils geforderten (kultur- und wirkungsgeschichtlichen) Kreativteil uneinheitlich.

In Schleswig-Holstein besteht die Aufgabe für die Unter- und Mittelstufe in der "Umsetzung eines Textes in ein anderes Medium". Übrigens ist für 2001 auch für die Oberstufe neben der Klausur erstmals eine "Kreativaufgabe" vorgesehen!
Sachsen-Anhalt schreibt (in enger Anlehnung an Schleswig-Holstein) ein Certamen puerile (Klassen 5-8) und iuvenile (Klassen 9/10) aus. Aufgabe war es etwa, "Spuren römischer und/oder griechischer Antike in Sachsen-Anhalt" zu entdecken und in selbstgewählter Form und Technik darzustellen oder "Übungs- und Trainingsmaterial für den Lateinunterricht zu entwerfen".
Thüringen fordert seine Schüler/innen im zweijährigen Wechsel mit einem Oberstufen-Übersetzungswettbewerb zu einem "Darstellerischen Wettbewerb" (dramatische, musikalische, mediale Darbietungen) sowie zu einem "Bildnerischen Wettbewerb" (Plakate, Bilder, Objekte zum Thema "Antike") auf.
Mecklenburg-Vorpommern bietet einen "freien Wettbewerb für Schüler/innen der Klassen 5-12" an.

Themen beim Wettbewerb "Lebendige Antike" in Berlin/Brandenburg:

1989: Eine beliebige antike Sage soll nach einem lateinischen Text in einer anderen literarischen oder künstlerischen Gattung wiedergegeben werden (Hörspiel, Zeichnung, Comic, Video o.ä.)

1991: Widerspiegelungen der Antike in Berlin und Umgebung. Zeugnisse für das Nachwirken der lateinischen bzw. griechischen Sprache, Mythologie, Literatur u.ä. im Stadtbild von Berlin und in der weiteren Umgebung sollen aufgespürt, dokumentiert und gedeutet werden.

1993: Non scholae, sed vitae ... ludimus! Entworfen und gestaltet werden soll ein Spiel zu Themen der griechischen oder lateinischen Sprache oder Kultur. Solch ein Spiel könnte ein Kartenspiel oder ein Brettspiel sein, ein Rate- oder Rätselspiel, ein Geländespiel u.a., jedoch kein szenisches Spiel o.ä. Möglich wäre es auch, ein überliefertes antikes Spiel wieder verfügbar zu machen. Der Gegenstand des Spiels könnte aus den Bereichen Grammatik/Sprache, Geschichte und Kulturgeschichte, Literatur, Mythologie, Landeskunde oder Kunst (Archäologie) stammen.

1995: Eine Zeitung aus dem antiken Rom oder Athen. Entworfen werden soll eine Zeitung oder Illustrierte, bestehend aus einer oder mehreren Seiten, die nach den Rubriken und Darstellungsformen heutiger Printmedien (z.B. Reportage, Kommentar, Nachrichten, Interview, Sportteil, Anzeigenwerbung usw.) gestaltet ist. Sie soll das Leben in der Antike (Rom, Athen oder andere Zentren der lateinisch- oder griechischsprachigen Welt) zu einem selbstgewählten Zeitpunkt (der auch in mythischer Zeit angesiedelt sein kann) widerspiegeln, wobei nicht jedes Detail historisch belegt sein muß, der Phantasie also ein gewisser Raum gegeben werden darf, die historische Stimmigkeit dennoch gewährleistet sein muß. Gedacht ist an einen Wettbewerbsbeitrag in deutscher Sprache, wobei Überschriften oder einzelne Teile auch in lateinischer bzw. in griechischer Sprache abgefasst sein können.

1997: Reisen in der Antike - Reisen in die Antike.
Hergestellt werden soll ein Wettbewerbsbeitrag, der entweder für eine Reise in der griechisch-römischen Welt bei einem antiken Publikum wirbt oder heutige Zeitgenossen zu einer Reise in die Gegenwart der Antike, d.h. zu archäologisch interessanten Stätten bzw. in ein Museum einlädt. Der Wettbewerbsbeitrag soll in Form eines Plakats, einer informativen Broschüre, eines Werbeprospektes oder Auszugs aus einem Reisekatalog, eines Exkursionsberichtes, ggf. auch als Reise-Videoclip eingereicht werden. Er soll zum Besuch einer Person, einer Stadt, einer Region oder zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, spektakulären Bauten, Veranstaltungen oder Sammlungen einladen.
Die Reise in die Antike kann beispielsweise als Modell für eine Klassenreise oder Exkursion entworfen sein; als Reise in der Antike soll sie (nach antiken Vorbildern oder fiktiv) zu einem selbstgewählten Zeitpunkt im Einflussbereich des alten Athen oder Rom angesiedelt sein. Gedacht ist an einen Wettbewerbsbeitrag in deutscher Sprache, wobei Überschriften oder einzelne Teile auch in lateinischer bzw. griechischer Sprache abgefasst sein sollen.

1999: Ein Kalender für das Jahr 2000.
Hergestellt werden soll ein Kalender zur Jahrtausendwende mit Texten aus der römischen oder griechischen Welt bzw. der lateinisch- oder griechischsprachigen Wirkungsgeschichte der Antike.
Gedacht ist an einen Wettbewerbsbeitrag in der Form eines Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreskalenders, der lateinische oder griechische Texte (Geflügelte Worte, Zitate, Gedichtanfänge, Lebensweisheiten, Sprichwörter usw.) vorstellt und illustriert oder literarische, archäologische, historische, architektonische oder mythologische Motive antiker Herkunft in Bild und Text realistisch, phantasievoll oder verfremdet darstellt.
Unseren Kalender verdanken wir vor allem der römischen und christlichen Kultur. Das bevorstehende Jahr 2000 gibt Anlaß, über diesen Kalender und die Entstehung unserer Zeitrechnung nachzudenken. Ein Wettbewerbsbeitrag kann auch den Kalender selbst zum Gegenstand der Betrachtung machen.
Kriterien für die Preiswürdigkeit sind: Eigenständigkeit der eingesandten Arbeit, Originalität und Phantasie des Beitrags, innere Geschlossenheit bzw. Vielseitigkeit der Texte und Illustrationen, Qualität der graphischen Aufmachung, gelungene Integration lateinischer und/oder griechischer Sprache.

In Berlin/Brandenburg wird von den Wettbewerbsteilnehmern (alle zwei Jahre) ein vorgegebenes Thema aus dem Bereich der Mythologie, Literatur, Geschichte oder Kulturgeschichte unter Einbeziehung sprachlicher (lateinischer oder griechischer) Elemente in kreativer und phantasievoller Weise altersgemäß bearbeitet. Dabei sind Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeiten möglich. Eine Bewertung erfolgt in drei Altersgruppen (Klasse 5-7, 8-10, 11-13), ggf. auch nach Sprachenfolgen (vor allem bei Latein als 3. bzw. 4. Fremdsprache).

Eine einzige Arbeit sei vorgestellt; sie stammt von Alexandra Schulz, damals 11. Klasse am Erich-Fried-Gymnasium in Berlin. Sie fertigte einen zunächst unscheinbaren Kalender an, der es allerdings in sich hat. Ihr Thema sind Ovids Metamorphosen. Auf 12 Kalenderblättern stellt sie je eine Verwandlungsszene in zwei mal vier Bildern dar, wobei ein Zugmechanismus die Metamorphose bewirkt (aus der ersten Serie von 4 Bildern entsteht die zweite). Wer ein ganzes Dutzend Metamorphosen so genau kennt, dass er jede schlüssig in acht Entwicklungsschritte gliedern kann und wer dies dann noch so liebevoll umsetzt, der kennt seinen Ovid und braucht sich auch mit seinen Lateinkenntnissen nicht zu verstecken. Alexandra Schulz hat mittlerweile ihr schriftliches Abitur mit bestem Erfolg abgelegt.

Wem derartige Aufgabenstellungen (trotz dieses wie ich meine eindrucksvollen Beleges!) dennoch zu wenig sprachliche Arbeit und zuviel Kultur- und Wirkungsgeschichte beinhalten, wer dem offenkundigen Plus an Phantasie und Kreativität den Umgang mit Sprachstrukturen und die Überprüfung von Grammatik- und Vokabelkenntnissen vorzieht, dem (allerdings nicht nur ihm!) ist der "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" sehr zu empfehlen, der diese Aspekte stärker in den Vordergrund rückt und dies in wirklich überraschender, weil ungewohnter Weise.
Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist für die Klassen 7-10 als Gruppenwettbewerb organisiert, für die Klassen 9 und 10 gibt es zusätzlich einen Einzelwettbewerb.
Im Gruppenwettbewerb besteht der schriftliche Teil (zu einem selbstgewählten oder vorgegebenen Thema) aus einem Dreh- oder Textbuch, Hintergrundinformationen, Skizzen, Fotos etc., der auch bei Latein erwünschte mündliche Teil soll als VHS-Video- oder Audiokassette vorliegen. (Einzureichen ist ferner ein knapper Begleitbericht des Betreuungslehrers sowie ein Bericht der Gruppe über die Entstehung der Arbeit.)
Beim Einzelwettbewerb gibt es fünf Aufgabenteile, nämlich
1. Übersetzung
Mit einigen Vokabelhilfen muss ein lateinischer Text ins Deutsche übersetzt werden.
2. Wortergänzungstext
Ein Text mit Lücken soll vervollständigt werden. Textverständnis, Grammatik- und Vokabelkenntnisse gilt es zu beweisen.
3. Hörverstehen
Die Teilnehmer hören einen lateinischen Text von einer Kassette und müssen anschließend hierzu Fragen beantworten.
4. Sprachbeobachtungsaufgabe
Bei dieser Aufgabe geht es um Sprachstrukturen des Lateinischen, um rhetorische Figuren und um das Weiterleben des Lateinischen in den modernen Fremdsprachen.
5. Sachteil
Hier werden z.B. folgende Gebiete behandelt: Geschichte, Geographie, Archäologie, Kultur und Alltagsleben der Antike.

Zu erwähnen ist, dass der Bundeswettbewerb Fremdsprachen vom DAV, vom Römisch-Germanischen Museum Köln und der Latinitati Vivae Provehendae Associatio unterstützt wird und dass es in der Wettbewerbssprache Latein natürlich auch Sonderpreise gibt, etwa den der Elisabeth-Lebek-Stiftung, (Beihilfen für Reisen nach Italien), den Stephan-Kühn-Sonderpreis und den Siegerpreis des DAV.

Soviel zum zweiten Teil der Schüler-Wettbewerbe in den Alten Sprachen, die eine sinnvolle und notwendige Ergänzung des zuerst beschriebenen Modells darstellen. Sie sind definiert durch den deutlich größeren Adressatenkreis, sie berücksichtigen auch Latein als dritte Fremdsprache und die motivatorisch schwierigen mittleren Jahre des Lateinunterrichts. Sie lassen Gruppenarbeit zu, sind produktorientiert und wirken ohne Zweifel unmittelbar und vermutlich stärker als die am Ende der Schullaufbahn angesiedelten Leistungs-Wettbewerbe auf den Unterricht zurück. Sie motivieren Schüler und Lehrer, zwingen vielfach zum Perspektivwechsel und zum Verlassen des Klassenraums und provozieren andere Formen des Unterrichts als die sonst üblichen, haben also auch eine experimentelle und innovative Funktion.

Es gibt aber noch mindestens zwei weitere Wettbewerbsformen, die zeigen, dass mit den bisher behandelten Formen die auf Wettstreit, Konkurrenz, Herausforderung basierenden Möglichkeiten nicht ausgeschöpft sind.

Gemeint sind zum einen das "Certamen Bavaricum - Griechisch heute" (veranstaltet vom LV Bayern im DAV und unterstützt von der Elisabeth-J.-Saal-Stiftung) und die "Griechenland-Olympiade" in Rheinland-Pfalz . Zielgruppe sind die Schülerinnen und Schüler vor Beginn der 3. Fremdsprache, Intention ist - grob gesagt - die Werbung für Griechisch, freundlicher formuliert geht es darum, eher spielerisch, aber auch mit den Mitteln intellektueller Herausforderung die Aufmerksamkeit zu bündeln und Interesse zu wecken für die griechische Sprache und Kultur.

Ähnliches könnte ich mir auch gut für Latein vorstellen, egal ob für die erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An Schulen, in denen Latein in harter Konkurrenz zu anderen Sprachen steht, gibt es Vergleichbares wohl längst.

Damit komme ich nun wirklich zur letzten Form von Schülerwettbewerben, die mir untergekommen ist, nämlich den auf eine Schule , einen Jahrgang oder eine andere kleine Gruppe begrenzten Wettbewerb. Vier Beispiele kann ich geben:

Xaver Strasser, Tirschenreuth, organisierte an seinem Gymnasium einen mehrfach wiederholten Wettbewerb im Zusammenhang mit den Nuntii Latini; dabei müssen jeweils 4-7 knifflige Fragen zu einer lateinischen Meldung beantwortet werden.

Ulrike Wilken-Pott, Meppen, organisierte für alle Anfangsklassen Latein an ihrer Schule einen Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer alte lateinische Städtenamen erschließen, die Funktionen der römischen Beamten erklären, "Spitznamen" berühmter Römer herausfinden, englische Substantive auf ihre lateinischen Ursprünge zurückführen, lateinische Fremdwörter in einem Reportagetext erkennen mussten - und manches mehr.

Dieter Belde, Hamburg, berichtete mir von der Aufgabenstellung für die 12 Bundessieger im Fach Latein beim Bundessprachenfest in Hamburg 1999: Schüler sollten den Text für eine Talkshow - zu Gast war der nur des Lateinischen mächtige Odysseus - verfassen und ihn mit verteilten Rollen aufführen.

Arend Smid, Dresden, führte ein als Projekttag konzipiertes ganztägiges Certamen für 7. Klassen durch mit einem Bündel von altersgemäßen, bewegungsintensiven, Wissen und Kombinationskraft beanspruchenden Aufgaben.

Ich denke, die Wettbewerbslandschaft in den Alten Sprachen kann sich sehen lassen. Dabei bin ich mir sicher, dass ich nicht auf alles gestoßen bin, was es gibt. Erwähnen möchte ich hier z.B. die beiden Plakatwettbewerbe, die Dieter Friedel vom LV Bayern (bundesweit) mit großer Resonanz organisiert hat.

Festhalten möchte ich folgendes:

1)Es gibt in den Alten Sprachen zwar nicht in allen Bundesländern (Bremen, Hamburg, Sachsen, Saarland) einen eigenen Landeswettbewerb, aber in jedem kann man sich an einem Wettbewerb beteiligen.
2)Das Fach Griechisch ist dabei überall dort, wo es unterrichtet wird, auch mit einem Wettbewerb vertreten bzw. integriert; beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen gibt es allerdings Griechisch (bislang) nicht als Wettbewerbssprache.
3)Die Veranstalter, Organisatoren und Mitglieder der Jurys leisten Hervorragendes und agieren oft an der Grenze ihrer Belastbarkeit; sie haben auch an dieser Stelle einen Dank verdient!

Für die nun folgende Gesprächsrunde möchte ich folgende Positionen formulieren:

1)Die Vielfalt in der Wettbewerbslandschaft ist als Gewinn anzusehen und ein Zurückschneiden auf zwei oder drei Grundmodelle halte ich nicht für erstrebenswert!

2)Ein großes Defizit sehe ich in der vielfach noch fehlenden inneren Differenzierung. Es gibt nicht nur Schüler, die Latein als erste Fremdsprache im Leistungskurs betreiben! Wo sind originelle und leistbare Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler, die Latein z.B. als dritte Fremdsprache lernen" Wo gibt es motivierende Aufgaben für die Unter- und Mittelstufe"

3)Das Engagement des DAV und vieler Latein-Kollegen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen halte ich für einen wegweisenden Schritt. Weitere Schritte dieser Art sind denkbar: Man könnte z.B. den Kontakt zur Fa. Siemens suchen, damit die Alten Sprachen innerhalb des Wettbewerbs "join multimedia" stärker präsent sind.

4)Die neuen Medien finden bislang noch zu wenig Berücksichtigung. Ich kann mir vorstellen, dass hier ein Ansatzpunkt für einen bundesweiten Wettbewerb wäre - wenn denn ein weiterer Bundeswettbewerb mit Blick auf die Fülle der Wettbewerbe sinnvoll erscheint.

5)An Themen für einen bundesweiten Wettbewerb würde es nicht fehlen. In Niedersachsen werden Schüler aufgefordert, Beiträge zu einem virtuellen Literaturatlas zu erbringen. Könnten die Altphilologen nicht ein virtuelles Projekt "Latein auf Stein" oder "Stadtführungen in lateinischer Sprache" auf die Beine stellen"

Zum Schluß nochmals zurück zu Mark Twains Zeitungs-Trick und seinem Vermerk. "Auf vielfachen Wunsch unserer geschätzten Leser bringen wir heute diesen Artikel noch einmal zum Abdruck."
Wenn Schüler nach einem Wettbewerb (der Erfolg ist dabei nicht das Entscheidende!) darauf drängen, die dabei kennen gelernten Recherche-, Arbeits- und Darstellungsformen im täglichen Unterricht weiterzuführen oder selbst ein ähnliches Projekt anzupacken, dann war ein Wettbewerb wirklich ein Erfolg und dafür lohnt sich die Mühe.


Schülerwettbewerbe in den Alten Sprachen - Literatur

Blänsdorf, Jürgen: Gedanken zur Arbeit der Jury anläßlich der Preisverleihung 11. Landeswettbewerb Alte Sprachen - Certamen Rheno-Palatinum am Montag, dem 21.4.1997, in: Scrinium 2/3,1998,18-22

Bundeswettbewerb Fremdsprachen 1998. Tabula Meritoria, in: Litterae Saxonicae 3/1998,2

Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Internet: www.bubev.de

Certamen Cimbricum. NDR-Interview mit Thieß Behrens am 30.6.1989, in: Mitteilungsblatt LV Schleswig-Holstein Heft 1/1990

Certamen Horatianum in Venosa, Bericht von Tobias Roy Koppara und Peter Noack, in: Mitteilungsblatt NRW 1,1999,5-6

Certamen Rheno-Palatinum. Wettbewerb Alte Sprachen für die gymnasiale Oberstufe. Information und Dokumentation der Jahre 1982-1998, hrsg. Pädagogisches Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz in der Reihe IMPULSE, Bd. 13, 130 Seiten, Bad Kreuznach 1998

Dokumentation und Ausschreibungen zum 3. und 4. Schülerwettbewerb Alte Sprachen des Landes Rheinland-Pfalz, hrsg. Pädagogisches Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz in der Reihe IMPULSE, Bd. 6, Bad Kreuznach 1986

Eickmeyer, Jost: Dum differtur, vita transcurrit. Der Zeitbegriff Senecas an sich betrachtet und im Vergleich zu Horaz und Epikur (Vortrag in der 3. Runde des Certamen Carolinum 1999), in: Mitteilungsblatt LV NRW 1,2000,6-9

Eine Lateinische Kurzgeschichte. Ein ganz besonderer Prozeß. Johanna Göldner und Friederike Stümpel schrieben Kurzgeschichte mit lateinischen Zitaten (Schulinterner Wettbewerb), in: Mitteilungsblatt LV Niedersachsen 3,1999,8-9

Endausscheidung der zwölf Landesbesten des Wettbewerbs "Rerum Antiquarum Certamen"; Referate von D. Hamann: Historische Wurzeln des Grundsatzes der Gewaltenteilung; Chr. Kollo: Die Theodizee - Buch Hiob und Stoa; D. Stolz: Salman Rushdie und die Antike, in: Mitteilungsblatt LV Niedersachsen 2,1998,3-19

Fachdezernenten für Latein: Bundeswettbewerb Latein, Mitteilungsblatt des DAV LV Nordrhein-Westfalen 40,1992,H 2,3-6

Fischer, J.: Leserzuschrift. Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Latein für Schüler oder Lehrer", Mitteilungsblatt des DAV LV Nordrhein-Westfalen 40,1992,H 2,10-12

Friedel, Dieter: Certamen Bavaricum 1998/99, in: Die Alten Sprachen im Unterricht 2,1999,2

Friedel, Dieter: Zwei aktuelle Wettbewerbe in Bayern (Certamen Bavaricum 1998 "Griechisch heute" und Plakatwettbewerb "Griechisch braucht Nachwuchs"), in: Die Alten Sprachen im Unterricht45,1998, H1,2f

Glücklich, Hans-Joachim: Ansprache zur Preisverleihung im 11. Wettbewerb Alte Sprachen, Certamen Rheno-Palatinum, in: Scrinium Doppelheft 3/1997+1/1998, 9-11

Glücklich, Hans-Joachim: Wettbewerbe (Certamen Rheno-Palatinum, Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Griechenland-Olympiade), in: Scrinium 2/3,1998,14-16

Hagmaier, Martin: Acta diurna (Schülerarbeit zum Landeswettbewerb Alte Sprachen 1998 in Bayern), in: Anregung 46,2000,11-24

Hahn, Philipp: Certamen Ciceronianum Arpinas (10.-12. Mai 1996), in: Mitteilungen LV Niedersachsen Heft 1,1997,19-21

Heil, G.: Der Schülerwettbewerb "Alte Sprachen" in Hessen, MDAV-Hessen 1,1997

Heubner, Friederike: 6. Certamen Thuringiae, in: Die Alten Sprachen im Unterricht 2,1999,4f

Heubner, Friederike: Nachrichten aus dem LV Thüringen (Certamen Thuringiae Quintum), in: Die Alten Sprachen im Unterricht 45,1998, H1,11-12

Heubner, Friederike: Nachrichten aus dem LV Thüringen (Certamen Thuringiae Septimum), in: Die Alten Sprachen im Unterricht 47,2000, H 1,9-14

Heubner, Friederike: Schülerwettbewerb Alte Sprachen 2000/Certamen Thuringiae, in: DASIU 3,1999,9-11

Hroß, Helmut: 10 Jahre Landeswettbewerb "Alte Sprachen" in Bayern, in: DASIU 3/1998,3-8

Hroß, Helmut: 11. Landeswettbewerb "Alte Sprachen" 1998/1999, in: DASIU 3,1999,3-7

Jugend übersetzt. 27. Steirische Fremdsprachenolympiade, in: IANUS 20/1999, 100

Kneißler, Gerhard: Bundeswettbewerb Fremdsprachen S 1 - Latein - 1994/95: Die lateinische Sprache ist somit nicht "out", sondern "in": Mitteilungsblatt des LV Nordrhein-Westfalen 43, 1994,H 3,6-7

Kneißler, Gerhard: "Sapere gaude!" Bundeswettbewerb Fremdsprachen S I - Latein - 1998 in Nordrhein-Westfalen, in: Mitteilungsblatt LV NRW 3/1998,8-10

Landeswettbewerb Kärnten, in: IANUS 20/1999, 100f

Oehmke, Martin: Gemeinwohl oder Eigennutz" Der Konflikt zwischen dem honestum und dem utile in Cicero, De officiis III 21-27 (Facharbeit des Siegers im XV. Certamen Carolinum), in: Mitteilungsblatt LV NRW 3,1999, 6-18

Olab, Oliver: Sit adulescentia liberior. Eindrücke vom 17. Certamen Ciceronianum 1997 in Arpino, in: Mitteilungsblatt des LV Hessen 3/4,1997,9-11

Orgeldinger, Hans und Stephan Zahlhaas: Fünf Jahre Landeswettbewerb Alte Sprachen, hrsg. Elisabeth-J.-Saal-Stiftung, München 1993

Paffrath, Stefan: XIX Certamen Ciceronianum Arpinas, in: Unsere Schule, Canisius-Kolleg Berlin 1999,95f

Primmer, Dorothea und Matthias Jurek: Certamen Ciceronianum Arpinas - Editio XIX. im Jahr 1999, in: IANUS 20/1999, 109-111

Quack, Helmut: Wettbewerb Attisch, in: Forum Classicum 1/1999,66; Info per e-mail: idyllion@bigfoot.com

Rabl, Josef, Leonhard Dünnwald (Hg.): Lebendige Antike. Erfahrungen mit Projektarbeit im Latein- und Griechischunterricht, erschienen und gedruckt als Broschüre beim BIL, Berlin 1998, 90 Seiten

Rabl, Josef: "Wir haben sechs Wochen an unserem Blatt gefeilt!" 67 Zeitungen wetteifern um Preise im Berliner Schülerwettbewerb "Lebendige Antike", in: Latein und Griechisch in Berlin und Brandenburg 1995,154-156

Rabl, Josef: "Reisen in der Antike - Reisen in die Antike". Ergebnisse des 5. Berliner Schülerwettbewerbs "Lebendige Antike" 1997, in: Latein und Griechisch in Berlin und Brandenburg, Heft 3,1997,58-72

Rabl, Josef: Ein Kalender für das Jahr 2000. Ergebnisse des 6. Berliner Schülerwettbewerbs "Lebendige Antike", in: Latein und Griechisch in Berlin und Brandenburg 4/1999,98-119

Rabl, Josef: Gedankenreisen. Zum 5. Berliner Landeswettbewerb begeben sich die Teilnehmer auf eine Reise in die Antike Welt, in: Forum Classicum 3/1997, 166-168

Rabl, Josef: Großer Andrang beim Berliner Schülerwettbewerb "Lebendige Antike" 1995, in: Mitteilungen des Deutschen Altphilologenverbandes" 1995,135f

Rabl, Josef: Quid novi Romae" Politik, Tratsch und Wetterberichte. Rückblick auf den 4. Berliner Schülerwettbewerb "Lebendige Antike 1995", in: Latein und Griechisch in Berlin und Brandenburg 40, H 1, 1996, 2-36

Reinhart, Günter: Der Beitrag der alten Sprachen zu Förderung von Begabung und Kreativität, in. Mitteilungen LV Baden-Württemberg 1,1999,9-11

Rerum Antiquarum Certamen - Wettbewerb "Alte Sprachen 1997", in: Mitteilungsblatt LV Niedersachsen Heft 1,1998,14-16

Sallmann, K.: Schülerwettbewerbe - Form der Öffentlichkeitsarbeit, MDAV 19,1987,H 3

Scheda, Gunther: Griechisch-Wettbewerb, in: Mitteilungsblatt LV NRW 3/1998,7f

Schülerwettbewerbe "Alte Sprachen", in: Stiftung "Humanismus heute" des Landes Baden-Württemberg. Die ersten zehn Jahre 1979-1989, Broschüre, 22 Seiten, hrsg. vom Vorstand der Stiftung, Freiburg

Smid, Arend: Elsheimer und Schnitzeljagd. Ein Certamen Linguae Latinae der 7. Klassen an der Kreuzschule Dresden, in: Litterae Saxonicae 3,1999,12-15

Smolak, Kurt: Der lateinische Klausurtext der Bundesolympiade (sowie lat.+griech. Urkunde und lat. Rede), in: IANUS 20/1999, 105-108

Stoffels, M.: XIV. Certamen Carolinum 1997/98, in: Mitteilungsblatt LV NRW 3/1998,4-7

Stoffels, M.: XV. Certamen Carolinum 1989/99, in: Mitteilungsblatt LV NRW 1,2000,4-6

Stoffels, M.: XV. Certamen Carolinum, in: Mitteilungsblatt LV NRW 3,1999, 6

Strohmeier, Peter: Impressionen vom 11. Bundesübersetzerwettbewerb aus Latein und Griechisch in Bad-Deutsch-Altenburg, in: IANUS 20/1999, 102-104

Traumpfade und Antike Mnemotechnik - Zwei Wege, die sich kreuzen. Vortrag für den NAV Wettbewerb 1998 von Yvonne Ellinghaus, Ursulaschule Osnabrück, in: Mitteilungsblatt LV Niedersachsen Heft 1/2,1999,8-14

Weidner, Walter: Ein Treffen der "Spitzenreiter", in: Mitteilungsblatt des LV Hessen 3/4,1997,3-8

Wernsing, A.V.: Fremdsprachen anwenden im Leistungsvergleich. Motivationshilfe und Fertigkeitsforderung durch den "Bundeswettbewerb Fremdsprachen", in: Praxis des neusprachlichen Unterrichts 39,1992,121-128

Wilken-Pott, Ulrike: Schulinterne Lateinwettbewerbe - ein Erfahrungsbericht, in: Forum Classicum 4/1999,247f



Dr. Josef Rabl, 04.06.2000


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