Die nächsten Veranstaltungen:

Alle Termine für das Schuljahr 2011-2012

DAV-Hauptversammlung am Mi 30.05.2012

Schülerarbeitsbogen für die
Griechische Abteilung im Alten Museum Berlin
(8 Seiten, pdf, ca. 2 MB)


Nützliche Links:

- KIRKE Berlin
- Forum Classicum
- Pegasus-Onlinezeitschrift
- Circe.eu
- Euroclassica
- UNESCO
Fortbildungsangebote 2001 -1. Halbjahr
Veranstaltungen des Deutschen Altphilologenverbandes, Landesverband Berlin & Brandenburg, und weitere Termine



1) 1. Halbjahr 2001 - 2. Halbjahr 2001

1.
Porträts literarischer Persönlichkeiten der Antike.
Beispiele in der Charlottenburger Abguss-Sammlung Antiker Plastik

Führung: Dr. Klaus Stemmer (Freie Universität Berlin)

Mittwoch, 17. Januar 2001, 17 Uhr (s.t.)
Abguss-Sammlung, Schloßstrasse 69B, 14059 Berlin-Charlottenburg

In Lehrbüchern und Textausgaben werden antike Autoren und von ihnen erwähnten Gewährsleute vielfach im Porträt dargestellt, wenn es darum geht, sich mit Leben und Werk eines antiken Autors zu beschäftigen. Wollte man die dort abgebildeten Porträts im Original studieren, wären weite Reisen durch viele europäische Länder und darüber hinaus nötig. Die Berliner Abguss-Sammlung besitzt eine Fülle von Kopien, die einen ersten Zugang ermöglichen, zum produktiven Vergleich anregen und Fragen zur Authentizität antiker Porträts aufwerfen. - Die Veranstaltung soll auch dazu motivieren, die beeindruckende Fülle von Abgüssen gelegentlich für andere unterrichtliche Themen zu nutzen.

Hinweis:
Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Friedrich Maier,
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Klassische Philologie,
Unter den Linden 6, 10999 Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 3038
Dienstag, 13.02.2001, Beginn 18.00 Uhr

Abschied von der Antike?
Venus und Mars - Liebe und Krieg: Urformen menschlichen Verhaltens
Ovid und Caesar als Bildungsgegenstände



2.
Lateinisches Theaterspiel - ein großer Sprachspaß und Motivationsgewinn
Referentin: Gabriele Wetzel, Reinbek

Donnerstag, 1. März 2001, voraussichtlich 15.30 Uhr
Ernst Klett Verlag, Treffpunkt Klett Berlin: Zimmerstraße 23, 10969 Berlin (beim Checkpoint Charlie, U-Bahnhof Stadtmitte)

Anhand von ausgewählten Videoausschnitten aus Schüleraufführungen sollen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Probleme des Lateinischen Theaterspiels dargestellt und diskutiert werden. Außerdem werden praktische Anregungen und Tipps für eigene Aufführungen gegeben

Nach dem Beitrag der Referentin lädt der Klett Verlag zu einem altrömischen Buffet in den Räumen des neuen Treffpunkt Berlin ein, Herr Vecchini wird es präsentieren! Bringen Sie einen guten Appetit mit

Diese Veranstaltung ist vom Klett Verlag initiiert und organisiert. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!! Vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich, entweder telefonisch unter 030/2593 77-0 oder per Fax unter 030/2593 77-50 oder per e-mail unter tp.berlin@klett-mail.de


3.
Jahresversammlung des DAV
1. Bericht des Vorstands
2. Aktuelle Fragen des Altsprachlichen Unterrichts in Berlin
aus der Sicht der Senatsverwaltung für Schulwesen
Referent: Franz-Gerhard Wetter,
Oberstudienrat an der Bertha-von-Suttner-Oberschule, Reinickendorf
Fachreferent für Alte Sprachen beim LSA

Dienstag, 6. März 2001, 19 Uhr s.t.
Canisius-Kolleg, Mehrzweckraum, Tiergartenstraße 30/31,

Anschließend (ca. 20 Uhr):
Lateinunterricht mit ausländischen Schülern.
Probleme und Chancen

Referentin: Carola Fengler,
Oberstudienrätin an der Ernst-Abbe-Oberschule, Berlin-Neukölln

Die Meinung, Lateinunterricht sei ein Angebot für Kinder und Jugendliche einer bestimmten sozialen Schicht, gilt längst nicht mehr. Vielfach entscheiden sich gerade Schüler/innen nichtdeutscher Muttersprache mit ihren Eltern für Latein. Wie sollte ein Unterricht aussehen, der dieser Klientel in besonderer Weise gerecht werden kann? Welche Chancen ergeben sich hier für Latein? Bekommt er gar eine neue bildungspolitische Bedeutung? In welcher Weise profitieren heutige Kinder und Jugendliche von der europäischen "Basissprache" Latein? Carola Fengler macht mit ihren Kollegen in Neukölln seit vielen Jahren sehr erfolgreich Unterricht mit ausländischen Schülern und stellt ihre Erfahrungen in dieser Veranstaltung zur Diskussion.

4.
Hypertext und Links - Aufbereitung von Texten für individuelles Lernen
Referent: Jens Kühne, Fachseminarleiter Latein

Donnerstag, 8. März 2001, 16.00-18.00 Uhr und ggf. zwei weitere Termine nach Vereinbarung mit den Teilnehmern
Wald-Oberschule, Waldschulallee 95, 14055 Berlin, Computerraum

Angeregt von einer ähnlichen Veranstaltung am 28.9.2000 sollen die Teilnehmer selbst Texte für den PC so vorbereiten, dass die Schüler durch Links die von ihnen benötigten Informationen in der für sie notwendigen Reihenfolge abrufen können - also Vokabel- und Grammatikhilfen, Sachinformationen etc. Die Teilnehmer erhalten die notwendigen Hilfen vor Ort. Ziel ist die gemeinsame Herstellung einer Diskette mit entsprechend aufbereiteten Lehrbuch- und Originaltexten als Hilfe für den Unterricht in den Berliner Schulen.

Hinweis:
Der Deutsche Philologenverband veranstaltet
am 15. und 16. März 2001 an der Humboldt-Universität,
Auditorium Maximum, Unter den Linden 6, 10117 Berlin, jeweils ab 10 Uhr,
einen Kongress zum Thema:
Sprachen und Kulturen - Wege zur europäischen Identität
Prof. Dr. Friedrich Maier spricht am 16.3.2001 (10.45 - 11.30 Uhr) zum Thema:
Latein - Bildungskraft der Antike für das geistige und kulturelle Leben der GegenwartDas gesamte Kongressprogramm finden Sie unter der Adresse:
http://www.dbb.de/DBBInteraktiv/Artikel/dphv/kongberl.htm

5.
Vortragsnachmittag mit Prof. Dr. Karl-Wilhelm Weeber (Wuppertal-Bochum)

Dr. Karl-Wilhelm Weeber (geb. 1950) ist Honorarprofessor für Alte Geschichte an der Universität Wuppertal, Studiendirektor am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, Fachleiter für Latein am Studienseminar Düsseldorf und Lehrbeauftragter für Alte Sprachen an der Universität Bochum. Er ist Autor von zahlreichen Büchern zum Alltag in der Antike, z.B. Smog über Attika. Umweltverhalten im Altertum (1990), Die unheiligen Spiele (1991), Panem et Circenses. Massenunter-haltung als Politik im antiken Rom (1994), Alltag im Alten Rom. Ein Lexikon (1995, 5. Aufl.2000), Decius war hier ... Das Beste aus der römischen Graffiti-Szene (1996), Flirten wie die Alten Römer (1997), Mit dem Latein am Ende? Tradition mit Perspektiven (1998), Alltag im Alten Rom. Das Landleben (2000).

Montag, 9. April 2001, 16.00 Uhr s.t. - ca. 19.30 Uhr, in der Aula der Wald-Oberschule, Waldschulallee 95, 14055 Berlin (nahe S-Bhf. Heerstraße)

Erster Vortrag:
Mit dem Latein am Ende? Tradition mit Perspektiven
Kaum ein Fach hat sich so streng nach den eigenen Leistungsmöglichkeiten befragt wie das Lateinische. Im Zuge dieser Neubestimmung des Standorts in einer veränderten Bildungswelt hat sich auch das Fach selbst gewandelt. Dieser Wandel spiegelt sich deutlich in Karl-Wilhelm Weebers Darstellung eines modernen Lateinunterrichts. Freilich bricht er dabei mit mancher inzwischen eingetretenen argumentativen Verkrustung. Sein Fazit: Die Pflege des Lateinischen ist im Zeichen des Euro ein positiver Standort-Faktor. Lateinunterricht führt zu den Wurzeln unserer gemeinsamen Kultur und fördert multikulturelle Kompetenz.

anschließend kleine Gesprächs- und Erfrischungspause, die Cafeteria der Wald-Oberschule ist geöffnet
Wir bemühen uns zur Zeit um einen Bücherstand einer Buchhandlung mit den Titeln von Karl-Wilhelm Weeber!
Zweiter Vortrag (gegen 18 Uhr):
urbis nostrae miracula - Zu einer Tradition des Staunens.
Stadtrömische Baupolitik im Spiegel der lateinischen Literatur
Die "Macht der Bilder", die Augustus und seine Nachfolger zur Herrschaftslegitimierung und -stabilisierung nutzten, spiegelt sich u.a. im Ausbau der Hauptstadt zur Residenz des Weltherrschers mittels repräsentativer Architektur. Die dadurch begründete, bis in die Gegenwart reichende Tradition des Staunens hat in der lateinischen Literatur in Gestalt der laudes Romae ihren Niederschlag gefunden. Der wesentliche Grund für den Erfolg dieser politisch geradezu inszenierten Tradition des mirari dürfte eine "Schaulust" der kaiserzeitlichen Römer sein, die Parallelen in der westlichen Zivilisation zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat und die deshalb auch von erheblicher fachdidaktischer Relevanz ist.

Fortbildungsangebote 2001 -2. Halbjahr

1.
Lehrbuch und erste Lektüre: Lumina und clara - zwei stimmige Konzepte
Referentin: Frau Dr. Ursula Blank-Sangmeister

Montag, 24.09.2001, 19.00 Uhr im Canisius-Kolleg, Mehrzweckraum, 10785 Berlin-Tiergarten, Tiergartenstraße 30/31

Frau Dr. Blank-Sangmeister hat im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht als Autorin an dem Unterrichtswerk Lumina mitgewirkt und die clara-Ausgabe "Einstieg in die römische Philosophie" verfasst. Im ersten Teil des Vortrags wird Frau Dr. Blank-Sangmeister die Konzeption sowie die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Lumina im Unterricht präsentieren. Der zweite Teil des Vortrags wird sich der neuen Lektürereihe clara widmen. Die Referentin wird anhand ihrer Ausgabe Einstieg in die römische Philosophie die inhaltliche und didaktische Gestaltung der Reihe vorstellen.

Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht angeboten.

2.
Landpartie für Altphilologen.
Zu Besuch bei Fürst Pückler in Cottbus

Exkursion per Bus nach Cottbus
Leitung: Dr. Josef Rabl, Peggy Wittich (Fürst-Pückler-Gymnasium, Cottbus)
Samstag, 29. September 2001, 8.00 Uhr bis ca. 19 Uhr

Ein Meisterwerk deutscher Gartenbaukunst ist der Branitzer Park, ein Werk des Hermann Fürst von Pückler-Muskau mit der in Europa einmaligen Landpyramide, der Seepyramide (dem Grab von Pückler-Muskau) und der Pergola mit Reliefs von Thorvaldsen nach antiken Motiven. Neben dem Schloß, das um 1850 von Goffried Semper umgestaltet wurde, ist auch der Altmarkt in Cottbus mit der alten Löwenapotheke (gegr. 1586) und das im Jugendstil erbaute Stadttheater die Reise wert. - Ziel der Exkursion ist es auch, mit Brandenburger Fachkollegen ins Gespräch zu kommen.

Abfahrt per Bus ab Bahnhof Zoo (Vorplatz)
Rückkehr ca. 19 Uhr
Die Veranstaltung (die schon für den Sommer 2000 geplant war und damals mangels Beteiligung ausfallen musste, wird nun zu einem günstigeren Termin und in Kooperation mit dem Geschichtslehrerverband nochmals angesetzt) kann nur bei mindestens 30 Teilnehmern stattfinden. Rechtzeitige Anmeldung (per e-mail: Josef.Rabl@t-online.de) ist erforderlich.

3. Hingewiesen sei auf folgende Veranstaltung
Ausländische Jugendliche am Gymnasium -
Probleme und Chancen am Beispiel des Lateinunterrichts
Dozentin: Carola Fengler, OStR an der Ernst-Abbe-Oberschule, Neukölln

Ort: Ernst-Abbe-Oberschule, Sonnenallee 79-81, 12045 Berlin
Termin: Dienstag, 23.10.2001, 14.00-17.00 Uhr
Meldungen: bis zum 12.10. an das LISUM oder an die Dozentin

Zielgruppe: Gymnasiallehrer aller Fächer, Lateinlehrer an Gesamtschulen
Teilnehmer: maximal 15

4.
Sed bono vinci satius est (Iug. 42,3). Sallust über die Auseinandersetzung der Nobilität mit den Gracchen
Referent: Prof. Dr. Johannes Christes (Humboldt-Universität zu Berlin)

Donnerstag, 08.11.2001, 19.00 Uhr im Canisius-Kolleg, Mehrzweckraum, 10785 Berlin-Tiergarten, Tiergartenstraße 30/31

Sallusts Worte sed bono vinci satius est stehen im Zentrum seines Urteils über die Auseinandersetzung der Nobilität mit den Gracchen. Der Sinn ist dunkel, damit bleibt auch sein Urteil unklar. Sallust teilt so gut wie nichts über das historische Geschehen selbst mit. Darum fließen zwangsläufig die Ergebnisse der modernen historischen Forschung in die Textdeutung ein. So haben Modifizierungen des historischen Urteil bis zu einem gewissen Grade ihre Entsprechungen in der philologischen Sallustdeutung – freilich ohne dass sich dabei die Historiker immer von den Philologen überzeugt zeigen. Es soll nochmals versucht werden, aus dem Textzusammenhang heraus jene dunkle Äußerung zu enträtseln. Der Vortragende hofft, eine Deutung vorlegen zu können, die mit der durch den Kontext geweckten Sinnerwartung übereinstimmt und vielleicht auch dadurch an Plausibilität gewinnt, dass sie mit der heutigen historischen Beurteilung des Geschehens vereinbar erscheint.

5. Archäologisches im altsprachlichen Unterricht
Freitag, 30. November 2001, 15.30 bis 19.30 Uhr
Wald-Oberschule Berlin-Charlottenburg

Dr. Sarah Japp, Klassische Archäologin, Pergamon-Museum Berlin
Pergamon - Archäologische Zeugnisse einer antiken Metropole

Die Referentin wird eine kurze historische Einführung in das hellenistische und römische Pergamon und in die Forschungsgeschichte geben, ferner die Stadtanlage insgesamt unter Hervorhebung einiger bedeutender Bauten wie beispielsweise des Athena-Heiligtums und des Pergamonaltares beschreiben. Sie wird Ergebnisse der Grabungen des DAI innerhalb der antiken Wohngebiete vorstellen und schließlich einen Ausblick auf neue Forschungen bzw. restauratorische Maßnahmen in Pergamon geben. Zur Veranschaulichung dienen Dias, welche die Referentin während der Mitarbeit bei einigen Grabungsaufenthalten in Pergamon angefertigt hat.

Reinhard Bode, Diplomarchäologe, Eisenach, Vorsitzender des DAV Thüringen
Römische Kunst im Dienst der Politik
Die römische Kunst von der großräumigen Planung ganzer Stadtareale bis zur Prägung reichsweit verbreiteter Münzen ist in ganz einzigartiger Weise Träger politischer Aussagen im Auftrag einflussreicher Persönlichkeiten. Politische Meinungsbildung ist die zentrale Funktion dieser Kunst, die mit vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten des Stiles und der Ikonographie umgesetzt wird. Besonders eindrucksvolle künstlerische Leistungen gelangen dabei auf dem Gebiet des Porträts, des Staatsreliefs und des Städtebaus. Ausgehend von dieser Grundthese wird anhand ausgewählter Porträts, historischer Reliefs und baupolitischer Lösungen vorgeführt, wie römische Kunstwerke so interpretiert werden können, dass Auftraggeber, intendierte Botschaft und Zielgruppen Profil gewinnen. Wer so römische Kunst zu lesen versteht, kann sie sachangemessen einsetzen zur Vertiefung des altsprachlichen Sachkunde- und Lektüreunterrichts. Die Möglichkeiten des Einsatzes römischer Kunstwerke im Lateinunterricht von der einzelnen Unterrichtsstunde bis zur Studienfahrt nach Rom werden exemplarisch vorgestellt. Eine ausführliche Handreichung und Lektüreempfehlungen ergänzen das Angebot der Veranstaltung und sichern den zu vermittelnden kunst- und kulturgeschichtlichen Einsichten die Verwendbarkeit im Unterricht.


6. Dr. Barbara Demandt, Schadow-Oberschule Berlin-Zehlendorf
Ort: Alte Nationalgalerie
Zeit: Donnerstag, 10. Januar 2002, 15.30 Uhr
Interessierte Teilnehmer treffen sich zunächst um 15.30 Uhr im Vortragsraum der Museumspädagogik im Pergamonmuseum (Tür rechts neben der Kasse zum Treppenaufgang!); nach einem gut einstündigen Diavortrag über Anselm Feuerbachs Bild gehen wir gemeinsam zur Alten Nationalgalerie, um das Gastmahl des Plato, das größte Bild im ganzen Museum, und evtl. weitere Gemälde zu betrachten.
Da Donnerstags jeweils bis 22 Uhr geöffnet ist, besteht die Gelegenheit, die neu eröffnete Alte Nationalgalerie ausgiebig zu durchstreifen!

Anselm Feuerbach: Symposion. Über die Liebe in Athen und Rom, dargestellt in zwei Bildern zu Platons Gastmahl
Der Maler Anselm Feuerbach (1829-1880) gilt als Vertreter des Idealismus und Vollender wie Überwinder des Klassizismus. Aus einer hochgebildeten Familie stammend, hat er wie kaum ein zweiter mit Themen aus der griechischen Welt eine Wiederbelebung der Antike versucht. Seine hoheitsvollen Porträts der Iphigenie, der Medea, seine großen Werke wie der Amazonenkampf und das Gastmahl des Plato in zwei Fassungen machten ihn berühmt. Hinter allen Bildern steckt Literatur, hinter Platos Gastmahl sogar zusätzlich Philosophie. Damit verknüpft ist jedoch immer Feuerbachs eigenes Erleben, seine eigenwillige Interpretation , seine Verstrickungen in der Liebe zu Nanna Risi und zu sich selbst. Eigenliebe und Pathos, Bildung und Idealismus, untermalt mit einer teils realistischen, teils hoheitsvollen antikischen Atmosphäre lassen sich in dem Berliner Bild, der zweiten Fassung von Platons Gastmahl, gut herausarbeiten und im Vergleich mit der ersten Karlsruher Fassung durch Dias auch optisch erfassbar machen.

Dr. Josef Rabl, 30.4.2001 / 16.12.2001