Sa. 18. September 2010
Prof. Dr. Theo Wirth / Dr. Christian Seidl, Zürich
Thesenskript zur Vorbereitung (pdf)
Der Stundenverlust im G8/G6 für den fremdsprachlichen Unterricht macht die Beschäftigung mit Themen der Mehrsprachigkeitsdidaktik nötig. Die Tatsache, dass viele Lateinlehrkräfte eine moderne Fremdsprache oder Deutsch unterrichten, sollte dabei stärker genutzt werden. In einer Konzeption von Lateinunterricht als einem sprach- und fächerübergreifenden Unternehmen kann das Fach Latein eine Art Brückenfunktion übernehmen. Da der Lateinunterricht ja nicht auch noch die Kommunikationsfähigkeit schulen muss, kann er sich in Absprache mit den anderen Sprachfächern des Themas „sprachliche Allgemeinbildung“ besonders annehmen.
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Samstag 6. November 2010
Prof. Dr. Klaus Bartels, Zürich
Über "Natur und Technik", "Zugvögel aus der Antike" und "Glanz und Elend eines Dichterlebens" - Lateintag im Treffpunkt Klett
Veranstaltungsort: Treffpunkt Klett, (NEU:) Mittelstraße 62, 10117 Berlin (Nähe Bahnhof Friedrichstraße!)
Zeit: Sa. 10.00 Uhr bis 14.30 Uhr
Drei Referate sind vorgesehen:
Im ersten geht es um den Dichter und Epigrammatiker Martial. Seine frechen und junge Leser durchaus amüsierende Epigramme taugen sowohl für eine Unterrichtsreihe, aber auch für Vertretungsstunden, selbst in den Interpretationsaufgaben des Abitur kommen sie gerne vor. - Ein zweites Thema sind Sprichworte aus der Antike. Allerdings solche, die ihre Bedeutung gewechselt bzw. eine sehr komplexe Geschichte haben. Z.B. das berühmte "Die Würfel sind gefallen", das Caesar zugeschrieben wird, das der aber nie so formuliert hat. - Der dritte Vortrag hatte in beim DAV-Kongress in Freiburg ein großes Publikum; in ihm geht es um "Physis und Téchne, Natur und Technik - Jahrtausendbegriffe im Wandel". Lehrplantechnisch geht es um Begriffe und Texte der antiken Philosophie.
Zugvögel aus der Antike. Nistplätze, Flugrouten, Federwechsel
Geflügelte Worte aus der Antike: Da denken wir an ein „Pánta rhei oder ein Heureka!, ein Alea iacta est oder ein Carpe diem. Derlei Worte sind heute das meistzitierte Griechisch und Latein. Doch sie sind meist zugleich entflogene, weithin verflogene Worte, und sie tragen kein Ringlein am Fuß, auf dem Autor und Werk, Buch und Kapitel säuberlich verzeichnet wären. Klaus Bartels, Autor des Standardwerks „Veni vidi vici“, lädt uns zu einer ornitho-philologischen Exkursion ein: Er stellt eine Reihe speziell interessanter Exemplare dieser buntgefiederten Gattung vor, führt uns zu ihren verborgenen Nistplätzen, verfolgt ihre Flugrouten von klassischen Biotopen bis in moderne Werbeslogans, beschreibt ihre verwirrlichen Federwechsel und, unter Labor omnia vincit, einen merkwürdigen Fall von Mimikry.
Pfeffer, Salz und Honig. Martial - Glanz und Elend eines Dichterlebens
„Überall lobt und liebt und singt mein Rom meine Büchlein;
jedermann hat mich im Sack, jedermann mich in der Hand.
Sieh: der wird rot, die bleich, der erstarrt, die gähnt, der verwünscht mich;
Das will ich: Jetzt gefällt mir meine Dichtung erst recht!“
Aus Spanien gebürtig, kam Martial in Neronischer Zeit nach Rom. Unter den Kaisern Titus und Domitian wurde er zum Klassiker des geschliffenen Epigramms, ein brillanter, bissiger Kritiker der Extravaganzen seiner verwöhnten Zeit. Manche Epigramme spiegeln die prekäre Stellung des gefeierten und gefürchteten, bewunderten und verachteten Dichters: Als ein Habenichts unter Parvenus blieb Martial in Rom auf die Gunst seiner vermögenden Gönner angewiesen, die sich den Publikumsliebling nur zu gern ins Knopfloch steckten. Klaus Bartels skizziert das zwiespältige Lebensbild des Dichters vor dem Hintergrund jener Zeit am Leitfaden der gepfefferten und gesalzenen, zuweilen auch honigmilden Epigramme, die später für Lessing, Goethe und Schiller zum Muster der Gattung geworden sind, und dies durchweg an Hand versgerechter eigener Übersetzungen.
Natur und Technik: Jahrtausendbegriffe im Wandel
Seit alters, seit den frühgriechischen „Physiologen“, figurieren die Begriffe Physis und Téchne, Natura und Ars, „Natur“ und „Technik“ als Leitwörter unseres Welt- und Selbstverständnisses und neuerdings, in diesem „technischen“ Zeitalter, zugleich als Hieb- und Stichwörter im globalen Diskurs über unsere Verantwortung für „die Natur“. Aus der Aristotelisch geprägten „werkmeisternden Physis“, der schöpferischen „Natur“, die auch den Menschen zum ingeniösen Homo Faber gebildet hat, ist ein blosser Gegenstand von Naturforschung, Naturliebe und Naturschutz geworden; zu der urhumanen vielfältigen Téchne vom Handwerk bis hinauf zur Wissenschaft hat sich das bedrohliche Bild eines Mensch und „Natur“ bedrängenden „Maschinenwesens“ gesellt. Mit der Vergegenwärtigung der antiken Begriffe mag die humanistische Bildung ihren Beitrag dazu leisten, unser modernes, heute auch politisch brisantes Natur- und Technikverständnis zu vertiefen, zu erweitern und zu klären.
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Fr 19. + Sa 20.11. 2010 - verlegt auf Fr 26. + Sa 27.11.2010:
Peter Petersen (Gelehrtenschule Kiel)
Nachhaltiges Lernen im Lateinunterricht
Über das individuelle Erkunden der jeweiligen optimalen Lernkanäle bei Schülern
Das Fach Latein erfordert vom Schüler besondere Ansprüche an "nachhaltiges fachliches Lernen", zum einen das kontinuierliche Aufbauen von "sprachlichem" Fachwissen ("Wortkunde- und Grammatikwissen") , zum anderen die langfristige Verfügbarkeit und punktuelle Nutzung des einmal erworbenen Lernstoffes ("Lernen auf Vorrat"). Da jeder junge Mensch für sich anders lernt, ist es von Vorteil, dass er die für ihn geeigneten Lernwege kennenlernt, um sie nachhaltig und jederzeit abrufbar in seinen Lernalltag einzubringen.
Veranstaltungsort: Wald-Oberschule, Berlin-Charlottenburg
Zeit: Freitag 18.00 bis max. 20.30 Uhr (Praxisbeispiel: Durchführung eines realen Eltern-und Schülerabends)
Zeit: Samstag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr
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Freitag, 11. Februar 2011
Prof. Dr. Therese Fuhrer (FU Berlin), Prof. Dr. Stefan Kipf (HU Berlin)
Die "Römische Republik" als Themenschwerpunkt im Zentralabitur Latein
Fortbildungsdatenbank Regionale Fortbildung Nr. NN
Thema "Römische Republik" und die Abiturautoren Caesar und Sallust. Konzipiert wird diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit FUB (Prof. Dr. Fuhrer) und HUB (Prof. Dr. Kipf);
Weitere Referenten sind: Prof. Dr. Werner Dahlheim, TU Berlin, Christian Müller, Lingen, Dr. Stefan Müller, Hagen
Konkretisierung des Themas: CAESAR - BILDER
Tagesordnung:
1. Auswirkungen der Schulzeitverkürzung auf den realen Lateinunterricht und die Anforderungen beim Zentralabitur
Führung durch die Griechische Abteilung des Alten Museums
durch Dr. Martin Maischberger
(mit der Möglichkeit, anschließend auf eigene Faust die Etruskisch-Römische Abteilung zu erkunden)
Sie findet statt
am Mittwoch, dem 23. März 2011, um 15.30 s.t. (Dauer ca. 60 min)
im Alten Museum am Berliner Lustgarten auf der Museumsinsel
Treffpunkt ist die Kassenhalle im Hauptgeschoss des Alten Museums
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 25 Lehrkräfte
Anmeldungen bitte ab sofort an Josef.Rabl@t-online.de
(Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht - 14.03.2011)
Einen Schülerarbeitsbogen für die kürzlich eröffnete Griechische Abteilung im Alten Museum Berlin finden Sie hier (8 Seiten, pdf, ca. 2 MB)
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Veranstaltung zur Situation des Griechischunterrichts in Berlin
Schüler werden immer jünger, das Interesse, größeren Lernbelastungen angesichts der Verkürzung der Schulzeit und der zunehmenden täglichen Belastungen aus dem Weg zu gehen, wächst verständlicherweise, die Bereitschaft, eine dritte Fremdsprache zu wählen, sinkt.
Um mit möglichst vielen Fachkolleginnen und kollegen diese und andere Probleme zu erörtern und nach Lösungen zu suchen, möchte ich die nächste Regionalkonferenz unter den Themenschwerpunkt
Die Zukunft des Griechischunterrichts an Berliner Schulen
stellen und jeder Kollegin bzw. jedem Kollegen die Teilnahme ermöglichen, nicht nur den jeweiligen Fach- oder Fachbereichsverantwortlichen einer Schule.
Die Veranstaltung soll der Bestandsaufnahme und der Erarbeitung konkreter Vorgehensweisen dienen.
Ich würde mich über eine rege Teilnahme sehr freuen; denken Sie bitte daran, dass wir ansonsten keine Lobby haben, die sich für unsere Interessen einsetzt.
Zeit: Freitag, 08.04.2011, 15:00-18:00 Uhr
Ort: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Hohenzollerndamm 174-177, 10713 Berlin, Raum 3120
Bitte geben Sie mir eine kurze Rückmeldung, ob Sie kommen können.
Dr. Peter Danz,Multiplikator Griechisch, danz@zedat.fu-berlin.de
Ra - Stand: 04.06.2010; korr. 08.02.2011; ergänzt 14.03.2011